Wie bekommt ein Medienangebot die Public-Value-Auszeichnung?
Die Landesmedienanstalten prüfen regelmäßig Medienangebote – z. B. Radio-, TV- oder Onlineformate. Grundlage ist ein klarer Kriterienkatalog.
Wichtige Punkte dabei:
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Inhaltlicher Mehrwert
Information, Einordnung, regionale Relevanz, kulturelle oder gesellschaftliche Themen. -
Vielfalt & Ausgewogenheit
Unterschiedliche Perspektiven, keine Einseitigkeit, keine reine Klick-Logik. -
Journalistische Qualität
Sorgfalt, Glaubwürdigkeit, Verantwortung. -
Beitrag zur Gesellschaft
Förderung von Meinungsbildung, Medienkompetenz und demokratischer Teilhabe.
Erfüllt ein Angebot diese Kriterien, wird es als Public Value eingestuft und öffentlich ausgezeichnet. Die Einstufung ist kein Marketinglabel, sondern eine regulatorisch fundierte Qualitätsbewertung.
Warum ist Public Value strategisch relevant für Ihre Marke?
Gerade im aktuellen Medienumfeld ist das ein echter Vorteil:
1. Vertrauensbonus
Public-Value-Umfelder genießen hohes Vertrauen. Werbung wird dort weniger als störend empfunden und stärker akzeptiert.
2. Brand Safety auf hohem Niveau
Keine Hate Speech, keine Fake News, keine toxischen Inhalte. Das Umfeld zahlt positiv auf die Marke ein.
3. Mehr Aufmerksamkeit
Qualitätsinhalte werden bewusster genutzt. Weniger Ablenkung, weniger Scroll-Stress, mehr Aufnahmebereitschaft.
4. Positive Imagetransfers
Marken profitieren vom gesellschaftlichen Mehrwert des Umfelds. Das stärkt Reputation, Glaubwürdigkeit und Sympathie.
5. Starker Kontrast zu Plattformen
Während viele digitale Kanäle Reichweite verlieren oder kritisch gesehen werden, punkten Public-Value-Angebote mit Stabilität und Akzeptanz.
Kurz gesagt:
Public Value ist kein Nice-to-have, sondern ein strategischer Qualitätshebel im Mediamix.
Für Marken, die Wirkung, Vertrauen und Nachhaltigkeit wollen.
*Public Value: Was ist das eigentlich?
Mit Public-Value-Angeboten sind diejenigen Angebote gemeint, „die in besonderem Maß einen Beitrag zur Meinungs- und Angebotsvielfalt im Bundesgebiet leisten“. Eingeschlossen sind sowohl lokale, regionale als auch bundesweite Angebote. Diese können zum Beispiel Nachrichten, Berichte über Politik- und Zeitgeschehen oder Informationen über Lokales und Regionales umfassen. Auch eigenproduzierte, in Europa hergestellte oder barrierefreie Inhalte gehören dazu. Die Angebote müssen im Rundfunk oder in Telemedien ausgestrahlt werden.
Bestimmt werden die Public-Value-Angebote nach § 84 Abs. 5 Medienstaatsvertrag (MStV) durch die Landesmedienanstalten.
Konkret bedeutet das:
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Beitrag zur Meinungsvielfalt
Das Angebot fördert unterschiedliche Perspektiven und eine ausgewogene öffentliche Debatte. -
Demokratische Relevanz
Inhalte informieren, ordnen ein und stärken Medienkompetenz sowie gesellschaftliche Teilhabe. -
Kultureller und sozialer Wert
Regionale Themen, kulturelle Vielfalt, Bildung, Inklusion oder gesellschaftlicher Zusammenhalt stehen im Fokus. -
Journalistische Qualität
Sorgfalt, Glaubwürdigkeit und Verantwortung spielen eine zentrale Rolle.
Warum das wichtig ist – auch für Marken:
Public-Value-Angebote gelten als vertrauenswürdige, sichere Medienumfelder. Werbung dort profitiert von hoher Akzeptanz, Aufmerksamkeit und positiver Wahrnehmung. Gerade im Vergleich zu vielen digitalen Plattformen ist das ein echtes Qualitätsmerkmal.